Max Auwärter Preis
Der MAX AUWÄRTER PREIS wird alle zwei Jahre durch die Max Auwärter Stiftung vergeben. Die Stiftung wurde 1978 durch Hildegard Auwärter, der Ehefrau von Prof. Dr. Max Auwärter, aus Anlass seines 70. Geburtstages errichtet. Der Preis wurde erstmals 1980 ausgerichtet.
Mit dem Preis werden hervorragende Arbeiten von Studentinnen und Studenten und jungen Wissenschaftlern bis zum vollendeten 35. Lebensjahr auf dem Gebiet der Oberflächenphysik, der Oberflächenchemie oder der organischen und anorganischen Dünnen Schichten ausgezeichnet. Der Preis besteht aus einer Urkunde und einem Preisgeld von EUR 10'000.00.
Der Preis wird im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft verliehen.
Dr. Anna Niggas
Preisträgerin 2026
Anna Niggas untersucht die Wechselwirkung niederenergetischer Elektronen und langsamer, hochgeladener Ionen mit 2D-Materialien und Festkörperoberflächen. Mithilfe von Koinzidenzspektroskopie verknüpft sie einfallende Teilchen mit den dabei emittierten Sekundärelektronen. Auf diese Weise lassen sich Ladungsaustausch, Energiedeposition und Elektronenemission bei der Transmission hochgeladener Ionen durch 2D-Materialien quantifizieren – und daraus Rückschlüsse auf Prozesse auf der Femtosekundenskala ableiten. Während hochgeladene Ionen bis zu 100 Elektronen auf einmal emittieren können, bieten niederenergetische Elektronen einen ergänzenden Zugang: Sie erlauben, die Emissionsmechanismen einzelner Sekundärelektronen im Detail zu untersuchen. Annas Ergebnisse zeigen, dass niederenergetische Sekundärelektronen – entgegen der allgemeinen Erwartung, dass sie lediglich ein Produkt von Streukaskaden sind – Informationen über die elektronische Struktur der Materialoberfläche tragen. Insbesondere wird das Energiespektrum durch spezifische Bandstrukturmerkmale und Resonanzen oberhalb des Vakuumniveaus geprägt, die als «doorway states» zum Kontinuum fungieren.